Anpassung einer Wasserfassung an die Klima-Herausforderungen
In Vissoie wurde eine Wasserfassung an der Navizence (FMG) neu gebaut, um künftigen Unwettern und klimabedingten Herausforderungen standzuhalten. Erläuterungen.
Die Wasserfassung der Hilfsgruppe Vissoie, die Eigentum der Forces Motrices de la Gougra (FMG) ist, hatte im Laufe der Jahre immer wieder unter Unwettern zu leiden. Die bisherigen Wartungsmassnahmen und Einsätze konzentrierten sich auf die Anpassung des Bauwerks bzw. insbesondere auf die Verlängerung der Wasserfassung. Ziel war, das allmähliche Absinken des Flussbetts der Navizence flussabwärts auszugleichen und die Funktionstüchtigkeit der Anlage zu gewährleisten.

Gesamtansicht der Wasserfassung nach den Unwettern von Juni 2024
Verkürzung, Verbreiterung, Mauer zum Kolkschutz
Im Juni 2024 beschädigte ein erneutes Hochwasser die Wasserfassung stark, was eine nachhaltigere strukturelle Massnahme erforderlich machte. Von Oktober bis Dezember 2025 wurde ein Neuaufbauprojekt realisiert. Das Hauptziel bestand darin, das Bauwerk zu stärken und an die neuen hydraulischen und klimatischen Bedingungen anpassen, um sein Fortbestehen zu gewährleisten.
Die wichtigsten Arbeiten waren:
- Verkürzung des talseitigen Teils der Wasserfassung, um die Stabilität und das Verhalten bei Hochwasser zu verbessern und potenzielle Schäden zu verringern.
- Errichtung einer flussabwärts gelegenen Stützmauer zur wirksamen Verhinderung von Kolkbildung.
- Verbreiterung der Wasserfassung, um ihre Funktion und hydraulische Kapazität zu optimieren.
So kann sich bei Hochwasser auf der Talseite der Wasserfassung ein natürliches Rückhaltebecken bilden, ohne dass eine Destabilisierung der Bauwerke zu befürchten ist.

Neuaufbau der talwärts gelegenen Rampe mit ihrer Mauer zum Kolkschutz
Ein zukunftssicheres Bauwerk
Inzwischen ist die Wasserfassung wieder voll funktionsfähig. Zudem weist sie eine höhere Widerstandsfähigkeit gegenüber Naturgefahren auf und kann ihre Funktion dauerhaft erfüllen. Dieser Wiederaufbau ist ein wichtiger Schritt zur Sicherung der Anlage und verdeutlicht den Willen von HYDRO, die Infrastrukturen ihrer Kundinnen und Kunden an die aktuellen klimatischen Herausforderungen anzupassen.

Die Wasserfassung im Betrieb nach dem Neuaufbau
